Natur auf Usedom

Natur auf Usedom: Ein baltisches Juwel der Naturwunder

Usedom, die zweitgrößte deutsche Insel in der Ostsee, ist nicht nur für ihr sonniges Klima bekannt, sondern auch für eine beeindruckende Vielfalt an Naturlandschaften. Abseits der berühmten Seebäder offenbart sich im Inselinneren eine stille, fast unberührte Natur auf Usedom. Hier erwartet Besucher ein abwechslungsreiches Bild aus feinsandigen Stränden, dichten Wäldern, glitzernden Seen und geheimnisvollen Mooren, das zu einer detaillierten Erkundung einlädt.

Ein Mosaik der Landschaften

Die Insel Usedom präsentiert sich mit einer facettenreichen Küstenlinie, die sich über 42 Kilometer an der Ostseeseite erstreckt und einen Hauptanziehungspunkt darstellt. Sanfte Dünen, oft mit Strandhafer bewachsen, bilden einen natürlichen Schutzwall für das Hinterland. Die Küstenlinie ist dabei nicht eintönig, sondern wechselt zwischen Steil- und Flachküstenabschnitten. Ein markantes Beispiel für eine Steilküste ist der Streckelsberg nahe Koserow. Tangentiale Strömungen der Ostsee erfordern an einigen Abschnitten den Einsatz von Buhnen, quer zum Strand eingebrachte Holzpfostenreihen, um den sandigen Untergrund vor Abtragung zu schützen. Diese Bauwerke tragen ebenfalls zur Vielfalt des Küstenbildes bei. Die unterschiedliche Beschaffenheit der Küste ermöglicht vielfältige Erlebnisse, von ausgedehnten Sonnenbädern an den Sandstränden bis hin zu malerischen Spaziergängen entlang der Steilküsten.  

Im Kontrast zur Ostsee findet sich im Inselinneren eine Vielzahl von Binnenseen, die eine ruhige und abwechslungsreiche Landschaft prägen. Zu den bedeutendsten Seen gehören der Gothensee, als größter See der Insel, der Schmollensee, der Kölpinsee, der Wolgastsee sowie die malerischen Krebsseen. Eine besondere Region stellt die „Usedomer Schweiz“ dar, ein hügeliges und waldreiches Gebiet, in dem sich zahlreiche Seen wie der Große und Kleine Krebssee, der Gothensee und der Schmollensee eingebettet finden. Diese Seen sind ökologisch wertvoll, oft von Schilfröhricht umgeben und bieten einen Lebensraum für diverse Vogelarten. Vom „Sieben-Seen-Blick“ in Bansin aus eröffnet sich ein Panoramablick über einige dieser Seen sowie das Achterwasser. Die Binnenseen bieten somit nicht nur landschaftliche Reize, sondern tragen auch maßgeblich zur biologischen Vielfalt der Insel bei.  

Weitläufige Wälder bedecken große Teile Usedoms, darunter Buchen-, Eichen- und Nadelwälder. Besonders hervorzuheben sind die Küstenwälder, die sowohl für die Natur als auch für die Erholung eine wichtige Rolle spielen. Nahe Heringsdorf befindet sich der „Kur- und Heilwald“, dessen besondere Bedeutung für die Gesundheit wissenschaftlich anerkannt ist und der zur Entspannung und Regeneration beiträgt. Wälder machen einen erheblichen Teil der Inselfläche aus, so sind beispielsweise 16 % der Fläche bewaldet, und andere Quellen sprechen sogar von einem Viertel. Die ausgedehnten Waldgebiete prägen das Landschaftsbild und bieten wichtige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.  

Geheimnisvolle Moore und Sümpfe, wie das Thurbruch und das Zerninmoor, sind ebenfalls charakteristische Bestandteile der Naturlandschaft Usedoms. Sie stellen einzigartige Lebensräume für spezialisierte Pflanzen- und Tierarten dar. Der Zerninsee, einst ein See, hat sich zu einem Niedermoor entwickelt und ist Teil eines Naturschutzgebietes. Moore sind somit nicht nur faszinierende Landschaftselemente, sondern auch bedeutende Biotope, die zur Artenvielfalt der Insel beitragen.

Natur auf Usedom
Natur auf Usedom
Natur auf Usedom

Flora und Fauna: Ein Hotspot der Artenvielfalt der Natur auf Usedom

Die Pflanzenwelt Usedoms ist vielfältig und spiegelt die unterschiedlichen Landschaftsformen wider. In den Wäldern dominieren Buchen, die hier aufgrund der guten Wasserversorgung besonders gut gedeihen. Daneben finden sich ausgedehnte Kiefernwälder, die typisch für die sandigen und dünenreichen Gebiete der Insel sind. In den nährstoffreichen Uferstreifen und Mooren herrschen Erlenbruchwälder vor, während Birkenbrüche die nährstoffarmen Bereiche besiedeln. Entlang der Küste sind typische Pflanzen wie Strandhafer und Meerkohl zu finden . Die Tierwelt ist ebenfalls artenreich. In den Wäldern leben unter anderem Rothirsche, Füchse und Wildschweine. Die Vogelwelt ist besonders vielfältig mit über 180 nachgewiesenen Brutvogelarten, darunter häufige Arten wie Kormorane und Höckerschwäne. Auch kleinere Säugetiere wie Steinmarder und Europäische Maulwürfe sind hier heimisch. Die spezifischen Pflanzengesellschaften haben sich an die jeweiligen Umweltbedingungen angepasst und bilden die Grundlage für eine vielfältige Tierwelt.  

Usedom ist ein bedeutendes Refugium für besondere und geschützte Arten und gilt als Hotspot der Artenvielfalt. Der majestätische Seeadler, von dem etwa 30 Brutpaare auf der Insel leben, ist ein Wahrzeichen der Region. Weitere bemerkenswerte Vogelarten sind Kraniche, Graureiher und Eisvögel. Der Fischotter und der Biber haben auf Usedom wichtige Verbreitungsschwerpunkte in Deutschland. Seltene Pflanzen wie das Sumpfknabenkraut und Dactylorhiza ruthei gedeihen im Naturpark. In den Moorgebieten finden sich Amphibien wie die Glattnatter, der Moorfrosch und die Rotbauchunke. Der Peenemünder Haken ist ein international bedeutender Rastplatz für Tausende von Zugvögeln. Die hohe Anzahl geschützter und seltener Arten unterstreicht den ökologischen Wert Usedoms und die Notwendigkeit von Naturschutzbemühungen.

Häufige und geschützte Arten der Flora und Fauna auf Usedom

KategorieArt (Deutsch)Art (Wissenschaftlich)Schutzstatus (falls zutreffend)
FloraBucheFagus sylvatica
FloraKieferPinus sylvestris
FloraErleAlnus
FloraStrandhaferAmmophila arenaria
FloraMeerkohlCrambe maritima
FloraSumpfknabenkrautDactylorhizaBesonders geschützt
FloraRuthes KnabenkrautDactylorhiza rutheiBesonders geschützt
FaunaRothirschCervus elaphus
FaunaFuchsVulpes vulpes
FaunaWildschweinSus scrofa
FaunaKormoranPhalacrocorax carbo
FaunaHöckerschwanCygnus olor
FaunaSteinmarderMartes foina
FaunaEuropäischer MaulwurfTalpa europaea
FaunaSeeadlerHaliaeetus albicillaStreng geschützt
FaunaKranichGrus grusStreng geschützt
FaunaGraureiherArdea cinerea
FaunaEisvogelAlcedo atthisStreng geschützt
FaunaFischotterLutra lutraStreng geschützt
FaunaBiberCastor fiberStreng geschützt
FaunaGlattnatterCoronella austriacaStreng geschützt
FaunaMoorfroschRana arvalisStreng geschützt
FaunaRotbauchunkeBombina bombinaStreng geschützt

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Natur auf Usedom und die Kaiserbäder

Ahlbeck, das östlichste der drei Kaiserbäder, bezaubert mit seinem traditionellen Charme und der ältesten Seebrücke Deutschlands. Der feinsandige Strand und die Promenade, die Teil der längsten Europas ist, laden zum Verweilen ein. Direkt an der Promenade befindet sich eine Konzertmuschel, die regelmäßig Open-Air-Veranstaltungen ausrichtet. Die harmonische Verbindung von historischer Bäderarchitektur und der gepflegten Küstenlandschaft ermöglicht Besuchern einen einfachen Zugang zur Natur.  

Heringsdorf, das mittlere der Kaiserbäder und nach Swinemünde das älteste Seebad Usedoms, ist bekannt für seine Eleganz und die längste Seebrücke Kontinentaleuropas. Die weitläufige Promenade verbindet die Kaiserbäder miteinander. In Heringsdorf liegt der „Kur- und Heilwald“, der die Verbindung zwischen Natur und Gesundheit unterstreicht. Die Nähe zum Gothensee bietet zudem eine ruhigere natürliche Alternative zur Küste. Die Kombination aus prächtiger Bäderarchitektur, weitläufigen Grünflächen und der Nähe zu Binnenseen schafft ein vielfältiges Naturerlebnis.  

Bansin, das westlichste Kaiserbad, wurde eigens für den Badebetrieb gegründet und zeichnet sich durch gut erhaltene Villen und eine beschaulichere Atmosphäre aus. Der feine, breite Sandstrand erstreckt sich bis nach Heringsdorf, und die Seebrücke lädt zum Flanieren ein. In der Nähe befindet sich der Schloonsee, ein malerischer See hinter den Dünen, der eine idyllische Kulisse für Spaziergänge bietet. Zudem befindet sich in Bansin der Aussichtspunkt „Sieben-Seen-Blick“. Die naturbetonte Atmosphäre Bansins, die Nähe zu Seen und die weniger ausgebaute Seebrücke unterstreichen den Fokus auf die natürliche Umgebung.  

Die Europäische Promenade, die längste ihrer Art, verbindet Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin und erstreckt sich sogar bis ins polnische Świnoujście. Sie dient als wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer und bietet malerische Ausblicke auf die Küste und den einfachen Zugang zur natürlichen Umgebung. Die Promenade ermöglicht es, die Küstenlandschaft zwischen den Seebädern zu erkunden, mit dem Meer auf der einen und beeindruckender Architektur auf der anderen Seite. Die Möglichkeit, die Grenze nach Polen unkompliziert zu überqueren, erweitert die Erkundungsmöglichkeiten zusätzlich. Die durchgängige Promenade fördert das Erleben der natürlichen Küstenlinie und verbindet auf einzigartige Weise die historischen Seebäder.

Natur auf Usedom
Natur auf Usedom

Natur auf Usedom: Erkundung des Achterlandes

Das Achterland, der westliche Teil Usedoms, umfasst das Gebiet rund um das Achterwasser. Es zeichnet sich durch sanfte Hügel, weite Wiesen, ausgedehnte Wälder und eine insgesamt ländlichere, ruhigere Atmosphäre im Vergleich zur Küste aus. Die Halbinseln Usedomer Winkel und Lieper Winkel sind bekannt für ihre idyllischen Landschaften, reetgedeckten Häuser und kleinen Häfen. Hier finden sich auch historische Sehenswürdigkeiten wie das Wasserschloss Mellenthin und das Schloss Stolpe. Die Kombination aus unberührter Natur und traditionellem ländlichen Leben macht das Achterland zu einem attraktiven Ziel für Besucher, die Ruhe und Authentizität suchen.  

Das Stettiner Haff, auch Oderhaff oder Pommersches Haff genannt, ist eine große Lagune an der Mündung der Oder und der Peene, die Usedom im Süden begrenzt. Der deutsche Teil wird als Kleines Haff bezeichnet. Das Haff ist ein Brackwassergebiet und ein wichtiger Lebensraum für verschiedene Pflanzen und Tiere, darunter ausgedehnte Schilfgürtel. An einigen Stellen entlang des Haffs gibt es Steilküsten, wie in der Nähe von Kamminke. Nahe dem Stettiner Haff befindet sich der Golm, die höchste Erhebung Usedoms, die einen Panoramablick bietet. Das Stettiner Haff prägt die südliche Landschaft Usedoms und bildet mit seinem Brackwasserökosystem einen einzigartigen Lebensraum.  

Die Peene, auch Peenestrom genannt, ist ein Meeresarm der Ostsee, der Usedom vom Festland trennt. Sie verbindet das Stettiner Haff mit der offenen Ostsee . Entlang ihrer Ufer finden sich ausgedehnte Schilfgebiete, die zahlreichen Fischen und Vögeln als Brut- und Rastplatz dienen. Auf dem Festland, angrenzend an Usedom, erstreckt sich die Flusslandschaft Peenetal, ein bedeutendes Naturschutzgebiet mit Flüssen, Mooren und Feuchtgebieten. Die Peene und das Peenetal bieten Möglichkeiten für Wasseraktivitäten wie Kanufahren und Bootsausflüge. Die Peene ist somit ein wichtiger ökologischer Korridor und prägt die westliche Grenze Usedoms.

Die Hüter der Natur auf Usedom: Naturpark Insel Usedom und andere Schutzgebiete

Der Naturpark Insel Usedom, gegründet 1999, umfasst einen Großteil der Insel, einschließlich der Außenküste, des Peenestroms, des Achterwassers und eines Teils des Stettiner Haffs. Mit einer Größe von etwa 59.000 Hektar oder 632 km² besteht ein erheblicher Teil aus Wasserflächen und Wäldern. Der Naturpark hat die Aufgabe, die vielfältigen Landschaften und Lebensräume zu schützen, darunter Strände, Steilküsten, Dünen, Seen, Moore und Wälder. Er ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Der Naturpark setzt auf nachhaltigen Tourismus, Umweltbildung und Naturschutz. Das Informationszentrum befindet sich in der Stadt Usedom. Der Naturpark Insel Usedom spielt eine zentrale Rolle beim Schutz und der Bewirtschaftung der natürlichen Umwelt der Insel und trägt dazu bei, ein Gleichgewicht zwischen Naturschutz und menschlichen Aktivitäten zu finden.  

Innerhalb des Naturparks Insel Usedom gibt es eine Reihe bedeutender Naturschutzgebiete, die sich durch ihre besonderen Merkmale auszeichnen. Dazu gehören der Peenemünder Haken, Struck und Ruden, das größte Schutzgebiet, das wichtig für durchziehende Wasservögel ist und das älteste Naturschutzgebiet Pommerns darstellt. Der Gothensee und das Thurbruch bilden ein eiszeitlich geformtes Becken, das bedeutend für Moorflora und -fauna ist. Der Mümmelkensee ist ein Hochmoor mit einem Restsee. Der Golm ist die höchste Erhebung Usedoms mit einem alten Buchenbestand. Die Inseln Böhmke und Werder dienen als Küstenvogelschutzgebiet. Der Zerninsee ist eine Moor- und Verlandungslandschaft an der polnischen Grenze. Der Streckelsberg ist eine Kliffranddüne, die höchste der Insel. Der Wockninsee ist ein torfmoosreiches Zwischenmoor, Lebensraum für Kraniche und Sumpfschildkröten. Der Kleine Krebssee liegt zwischen dem Schmollensee und dem Gothensee. Darüber hinaus ist die gesamte deutsche Fläche Usedoms als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die Ausweisung zahlreicher Naturschutzgebiete innerhalb des Naturparks unterstreicht das Engagement für den Schutz besonders wertvoller Ökosysteme auf Usedom.

Natur auf Usedom

Bedeutende Naturschutzgebiete im Naturpark Insel Usedom

Name des NaturschutzgebietesWichtigste Merkmale
Peenemünder Haken, Struck und RudenFlachwassergebiet mit Salzwiesen und Birken-Stieleichenwald, Lebensraum für durchziehende Wasservögel, Brutvogelbiotope auf den Inseln Struck und Ruden
Gothensee und ThurbruchEiszeitlich geformtes Becken, Flachsee mit Niedermoor, Rückzugsräume für Moorflora und -fauna
MümmelkenseeHochmoor mit Restsee, Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere
GolmHöchste Erhebung Usedoms (70 m), alter Buchenwald mit typischen Pflanzen
Inseln Böhmke und WerderKüstenvogelschutzgebiet, wichtiges Reservat für Brutvögel, insbesondere Lachmöwen
ZerninseeVerlandeter See und Moorlandschaft an der Grenze zu Polen, Rückzugsraum für Moorflora und -fauna
StreckelsbergKliffranddüne, höchste Kliffranddüne der Insel (56 m), beeindruckende Ostseeblicke
WockninseeTorfmoosreiches Zwischenmoor, Biotop für Kraniche und Sumpfschildkröten
Kleiner KrebsseeKleiner See zwischen Schmollensee und Gothensee, Teil der hügeligen Landschaft der „Usedomer Schweiz“
Insel GörmitzVogelinsel im Achterwasser, wichtiger Brut- und Rastplatz für verschiedene Wasservogelarten
Südspitze GnitzHalbinsel mit Steilufern, Wacholder-Kiefernwäldern und Salzwiesen
Mellenthiner OsSlawischer Wallberg und Moor
Insel Großer WotigInsel im Peenestrom, Salzwiesenvegetation und Vogelschutzgebiet

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Natur auf Usedom

Raus in die Natur auf Usedom: Beliebte Aktivitäten

Ein weit verzweigtes Netz von Wanderwegen mit über 400 Kilometern Länge und Radwegen mit rund 600 Kilometern (oder 200 Kilometern laut anderer Quelle) durchzieht die Insel und ermöglicht es Besuchern, die abwechslungsreiche Natur Usedoms aktiv zu erkunden. Beliebte Routen führen entlang der Küste, durch dichte Wälder und im ruhigen Achterland. Empfehlenswerte Strecken sind beispielsweise der „Achterland-Rundweg“ sowie die Wanderwege rund um den Golm und im „Kur- und Heilwald“. Zahlreiche Fahrradverleihe auf der Insel erleichtern die Erkundung mit dem Rad. Das gut ausgebaute Wegenetz macht Usedom zu einem idealen Ziel für Naturliebhaber und Aktivurlauber.  

Usedom genießt den Ruf, eine der vogelreichsten Regionen Deutschlands zu sein. Hier wurden über 280 Vogelarten beobachtet, von denen etwa 150 auch brüten. Besonders lohnende Beobachtungsgebiete sind der Peenemünder Haken, das Achterwasser mit seinen Vogelinseln (Böhmke und Werder) sowie das Peenetal. Zu den beeindruckendsten Arten, die man hier beobachten kann, gehören Seeadler, Kraniche und verschiedene Zugvögel während des Vogelzugs. Geführte Vogelbeobachtungstouren und Beobachtungseinrichtungen stehen zur Verfügung. Die geografische Lage und die vielfältigen Lebensräume Usedoms machen die Insel zu einem bedeutenden Anziehungspunkt für Vogelbeobachter.  

Die von Wasser umgebene Lage Usedoms bietet vielfältige Möglichkeiten für Wassersportaktivitäten. An den ausgedehnten Sandstränden der Ostsee kann man wunderbar schwimmen. Auf dem Achterwasser und dem Peenestrom sind Segeln, Surfen, Kitesurfen, Kajakfahren und Stand-Up-Paddling (SUP) beliebte Aktivitäten. Zudem werden Bootsausflüge auf der Ostsee und dem Achterwasser angeboten. In einigen Seen und Küstengewässern ist auch das Angeln möglich. Die verschiedenen Gewässer rund um Usedom bieten somit für jeden Geschmack und jedes Können die passende Aktivität.

Die Jahreszeiten der Natur auf Usedom

Im Frühling erwacht die Natur auf Usedom zu neuem Leben. Blumen blühen, und zahlreiche Zugvogelarten kehren zurück . Die Rapsfelder im Usedomer Winkel erstrahlen im Mai und Juni in leuchtendem Gelb. Nach den Wintermonaten werden auch die Wildtiere wieder aktiver. Der Frühling ist eine Zeit des Aufbruchs und der Farbenpracht.  

Der Sommer ist die Hauptsaison auf Usedom, mit warmen Temperaturen, die ideal für Outdoor-Aktivitäten sind. Die Insel präsentiert sich in sattem Grün, und viele Pflanzen stehen in voller Blüte. Für viele Vogelarten ist dies die Brutzeit. Der Sommer zeigt die Natur in ihrer vollen Pracht.  

Der Herbst taucht die Wälder Usedoms in ein farbenprächtiges Kleid aus Rot-, Gelb- und Orangetönen. Der Vogelzug erreicht seinen Höhepunkt, und zahlreiche Vogelarten ziehen durch oder rasten auf der Insel. Besonders die Kraniche sind in dieser Zeit ein beeindruckendes Schauspiel. Im Vergleich zum Sommer herrscht nun eine ruhigere Atmosphäre. Der Herbst ist eine Zeit der Farben und der Wanderungen der Tiere.  

Im Winter zeigt sich Usedom von seiner stillen Seite. Verschneite Landschaften und eine friedliche Atmosphäre können erlebt werden. Mit etwas Glück lassen sich überwinternde Vogelarten beobachten. Der Kölpinsee bietet im Winter einzigartige Ansichten. Auf dem Stettiner Haff kann es zur Eisbildung kommen. Der Winter auf Usedom bietet eine ruhige und reizvolle Naturerfahrung.

Natur auf Usedom
Natur auf Usedom

Bewahrung des Paradieses: Naturschutzbemühungen und Umweltthemen

Auf Usedom engagiert sich der NABU (Naturschutzbund Deutschland) in vielfältigen Naturschutzprojekten, die den Schutz bedrohter Arten, die Wiederherstellung von Lebensräumen und die Förderung nachhaltiger Praktiken zum Ziel haben. Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) führt im Gebiet des Peenemünder Hakens spezifische Projekte zum Schutz von Seeadlern und zur Sicherung von Rastplätzen für Wildgänse durch. Das Naturschutzzentrum Karlshagen informiert über die Natur Usedoms und bietet geführte Touren an. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat ein Projekt zur Wiedervernässung von 300 Hektar entwässerten Moores in den Peenewiesen gestartet, um Kohlenstoffdioxid zu speichern. Der Verein Jordsand ist in die Leitung des Naturschutzzentrums Karlshagen eingebunden. Diese vielfältigen Initiativen unterstreichen das große Engagement für den Schutz der einzigartigen Natur Usedoms.  

Die sensible Natur Usedoms steht vor verschiedenen Umweltherausforderungen. Der Tourismus kann empfindliche Ökosysteme belasten, weshalb eine sorgfältige Lenkung der Besucherströme und die Einhaltung von Schutzbestimmungen unerlässlich sind. Die historische Entwässerung von Mooren für die Landwirtschaft hat zu ökologischen Beeinträchtigungen geführt, die durch aktuelle Bemühungen zur Wiedervernässung rückgängig gemacht werden sollen. Der Klimawandel mit seinen potenziellen Folgen wie steigenden Meeresspiegeln und Veränderungen in der Artenverbreitung stellt eine weitere Herausforderung dar. In bestimmten Gebieten, insbesondere in der Region Peenemünde, besteht die Problematik von Kampfmittelaltlasten, die Vorsicht erfordern und die Zugänglichkeit einschränken können. Auch das Auftreten von Algenblüten im Stettiner Haff wird als mögliches Umweltproblem genannt. Der Schutz der einzigartigen Naturlandschaft Usedoms erfordert daher weiterhin große Anstrengungen und ein nachhaltiges Miteinander von Mensch und Natur.

Entdecken Sie die ungezähmte Schönheit der Natur auf Usedom

Die Natur auf Usedom präsentiert sich als ein wahres Naturparadies mit einer beeindruckenden Vielfalt an Landschaften und einer reichen Artenvielfalt. Von den dynamischen Küsten über die ruhigen Binnenseen und die üppigen Wälder bis hin zu den geheimnisvollen Mooren bietet die Insel unzählige Möglichkeiten zur Erkundung und Entdeckung. Die berühmten Kaiserbäder fügen sich harmonisch in diese natürliche Umgebung ein, während das Achterland mit seiner ländlichen Ruhe und den historischen Zeugnissen lockt.

Der Naturpark Insel Usedom und die zahlreichen Naturschutzgebiete tragen maßgeblich zum Schutz dieser wertvollen Natur bei. Ob beim Wandern, Radfahren, Beobachten von Vögeln oder bei Wassersportaktivitäten – die Natur Usedoms lädt zu vielfältigen Erlebnissen ein. Jede Jahreszeit enthüllt dabei ihren eigenen Reiz. Es liegt an uns, diese ungezähmte Schönheit Usedoms verantwortungsbewusst zu genießen und die Bemühungen zum Schutz dieses einzigartigen Naturjuwels zu unterstützen.

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